Dialogforum Pluralismus in der Medizin

Aufgabe und Zielsetzung

Die Erfolge der konventionellen, naturwissenschaftlich geprägten Hochschulmedizin haben die Heilung vieler noch vor wenigen Jahrzehnten tödlichen Erkrankungen und die langfristige Verbesserung der Lebensqualität bei einem Teil der chronischen Erkrankungen möglich gemacht und zur Erhöhung der Lebenserwartung in Deutschland wie in vielen anderen Ländern beigetragen.

Parallel dazu ist die Inanspruchnahme von komplementären medizinischen Verfahren seit vielen Jahrzehnten unverändert hoch. In dem Zuspruch der Patientinnen und Patienten zu diesen Verfahren spiegeln sich Erwartungen an eine medizinische Behandlung wider, die diese von der Hochschulmedizin allein nicht befriedigt sehen.

Das Verhältnis zwischen Vertretern wissenschaftlich orientierter und komplementärer Medizin war in der Vergangenheit überwiegend geprägt von Vorurteilen und Unverständnis. Eine Annäherung war daher nur in wenigen Ansätzen zu verzeichnen.

Die vorurteilsfreie und zugleich konstruktiv-kritische Auseinandersetzung mit komplementären Therapien gehört - ebenso wie die kritische Betrachtung der Fortschritte der konventionellen Therapien - zu den Aufgaben der Ärzteschaft und kennzeichnet ein modernes, patientenorientiertes Gesundheitswesen. Um einen geordneten medizinischen Pluralismus zu fördern, ist ein strukturierter Dialog zwischen (selbst-) kritischen Vertretern aller, dem ärztlichen Selbstverständnis entsprechenden, Therapierichtungen erforderlich.

Diese Aufgabe hat sich das Dialogforum Pluralismus in der Medizin zu Eigen gemacht. Mit der Zielsetzung, durch einen offenen Dialog innerhalb der Ärzteschaft einen wesentlichen Beitrag zu einem konstruktiven Diskurs zwischen Vertretern der konventionellen und der komplementären Therapierichtungen zu leisten, wurde im Jahr 2000 ein Initiativkreis gegründet.

Dieser Initiativkreis verfolgt im Rahmen seiner Aufgaben folgende übergeordneten Ziele:

  • Vermittlung von Wissen und Herstellung von Transparenz über konventionelle und komplementäre Therapieverfahren sowohl für die ärztliche Profession als auch für Patientinnen und Patienten
  • Abgrenzung unseriöser und fragwürdiger Therapien
  • Sachgerechte Beurteilung des Nutzens medizinischer Verfahren durch analoge Kriterien; dabei vorrangige Berücksichtigung von medizinischwissenschaftlichen vor wirtschaftlichen Gesichtspunkten
  • Erhalt von ärztlicher Therapiefreiheit und Individualität in der Patientenbehandlung
  • Stärkung der Eigenverantwortung der Patientinnen und Patienten für ihre Gesundheit im Hinblick auf die Auswahlmöglichkeiten und die Kostenerstattung von Therapieverfahren
Kontakt

Dialogforum Pluralismus
in der Medizin

Geschäftsstelle

Univ.- Prof. Dr. med. Peter F. Matthiessen

Sekretariat Frau Iveta Kotterheidt

Arbeitsbereich Methodenpluralität in der Medizin

Private Universität Witten/Herdecke gGmbH

Gerhard-Kienle-Weg 6 (Haus C)

D-58313 Herdecke

Tel.:   0049(0) 23 30 / 62-38 90 (Sekretariat)

         0049(0) 23 30 / 62-39 35 (Prof. Matthiessen)



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